Verfasst am 07.07.2008 23:03:58 Uhr Hancock Heute habe ich meinen eigenen Dickkopf durchgesetzt und bin ins Kino gegangen. Irgendwie hatte niemand Lust oder Zeit mitzukommen und morgen hätte das alles bestimmt viel besser gepasst, aber ich wollte die Gunst des heutigen Zeitpunkts nutzen und deshalb ging ich allein. 18 Uhr ist aber auch einfach eine prima Zeit, um von der Arbeit direkt ins Cinemaxx zu gehen. Ach ja, es stand Hancock in der Originalversion auf dem Programm.
Hancock ist ein Mensch menschenähnliches Wesen mit Superkräften, der aber wie ein Penner lebt und, wenn er denn mal auf Verbrecherjagd geht, bei seinen Aktionen gerne mal die ganze Umgebung in Schutt und Asche legt. Eines Tages rettet er den PR-Manager Ray, der ihm dann zum Dank anbietet, sein Image wesentlich aufzupolieren.
Ein klassischer Sommerfilm für den einige bestimmt wieder die unsägliche Bezeichnung "Popcorn-Kino" aus der Schublade holen werden und dabei geflissentlich ignorieren, dass es ja auch kein "LSD-Kino", "Bierfilme", "Pillow-Movies" oder "Tempo-Heuler" gibt. Man beachte bitte dazu auch den unter "Popcorn-Kino" verlinkten Artikel...der Titel langt schon! 
Die Story ist zwar seicht und oftmals weit vorhersehbar, kann aber doch mit gelungenen Wendungen punkten. Optisch erinnert der Film mitunter eher an ein Computerspiel als an Kino, die Bilder an sich sind allerdings routiniert gemacht und gefällig anzuschauen. Besondere Akzente sind nicht vorhanden, der Film funktioniert einfach und das ziemlich gut und mit einer erfrischenden Leichtigkeit. So gut, dass zumindest mir zum Schluss ein Tränchen der Rührung ins Auge kam, was mir eigentlich fast schon ein bisschen peinlich ist. 
Interessant ist noch, der Film schon in den USA Federn lassen musste, um ein PG-13 Rating zu bekommen. Dies fällt an einigen Stellen auch etwas auf und stört dann auch tatsächlich die oben gelobte Leichtigkeit. Ich denke nicht, dass die Gewaltszenen irgendwie notwendig wären, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass sie mit gleichen Leichtigkeit mitfließen würden. Den deutschen Zensoren Jugendschützern soll's recht sein und vielleicht gibt es ja dann noch eine "Director's cut" Version später auf DVD.
Ganz bestimmt kein großes Kino, aber ideal für Abende an denen man eigentlich nichts vorhat und falls doch, man auch nichts verpasst. Ebenfalls perfekt geeignet, um seinen Dickkopf nach Feierabend mit einem Solokinogang zu zelebrieren. Eigentlich gehört sowas ja in Kategorie III, aber Durchschnitt auf so hohem Niveau verdient auch etwas Aufwertung: Daher 7 Punkte in der IMDb und
KATEGORIE II: GUT MIT (gar nicht mal so) KLEINEN SCHWÄCHEN
|